| Langfristiger Kredit | Langfristige Darlehen bzw. Kredite haben eine Laufzeit von mindestens 4
Jahren oder noch länger (die Laufzeit bezeichnet den Zeitraum von der
Auszahlung bis zur vollständigen Rückzahlung eines Kredits). Mittelfristige
und langfristige Kredite werden oftmals unter dem Begriff „längerfristige
Kredite“ zusammengefasst (mittelfristige Kredite haben eine Laufzeit von 1-4
Jahren). |
| Laufzeit | Der Zeitraum von der Auszahlung bis zur vollständigen Rückzahlung eines
Kredits wird als Laufzeit bezeichnet. Die Laufzeit hängt von der
Tilgungshöhe und der Höhe des Nominalzinssatzes ab. Unterschieden wird
zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Laufzeiten.
Kurzfristige Kredite laufen höchstens 1 Jahr, mittelfristige Kredite laufen
1-4 Jahre und langfristige Darlehen haben eine Laufzeit von mindestens 4
Jahren oder länger.
Mittel- und langfristige Laufzeiten werden in der Finanzwelt häufig unter
dem Begriff „längerfristig“ zusammengefasst.
Die Laufzeit eines Darlehens ist nicht mit der Zinsfestschreibungszeit zu
verwechseln. Die Zinsfestschreibungszeit gibt nur an, für welchen Zeitraum
ein gleich bleibender Zinssatz vereinbart wurde. |
| Leasing | Als „Leasing“ bezeichnet man das Mieten bzw. Pachten von Investitions- und
Konsumgütern (z. B. Kraftfahrzeuge, Industrieanlagen, Maschinen, Immobilien
und Lagerräume); es handelt sich beim Leasing also um eine Möglichkeit zur
Finanzierung dieser Produkte. Der Leasingnehmer bzw. Mieter verfügt dabei
über ein Objekt bzw. Produkt, welches er nicht im Voraus bzw. ab dem
Zeitpunkt der Nutzung komplett bezahlen muss. Er muss während der
Vertragslaufzeit regelmäßige Raten zahlen und kann sich nach der
Vertragslaufzeit entscheiden, ob er das Objekt (für ein meist recht geringes
Entgeld) kaufen oder an die Leasinggesellschaft zurückgeben will. Insgesamt
ist die Summe der Leasingraten allerdings höher als der Kaufpreis.
Leasinggeber können beispielsweise sein die Produzenten der Güter oder
zwischengeschaltete spezielle Leasing-Gesellschaften, welche das Produkt vom
Hersteller kaufen und es dann weiter verpachten.
Der Leasinggeber bleibt dabei weiterhin juristischer und wirtschaftlicher
Eigentümer des Objekts, der Mieter dagegen trägt sämtliche Rechte, Pflichten
oder Risiken und haftet für Schäden. Genauso muss der Mieter bzw.
Leasingnehmer das Objekt instand halten und evtl. fällige Reparaturen
ausführen. |
| Leitzinsen | Bei den Leitzinsen handelt es um von der europäischen Zentralbank
festgesetzte Zinssätze. Damit sollen die Zinsverhältnisse am Geldmarkt sowie
die allgemeine Zinsentwicklung in einer Volkswirtschaft beeinflusst bzw.
„geleitet“ werden. So kann das Kapital „verteuert“ und somit für steigende
Zinsen gesorgt werden, wogegen Zinssätze auf niedrigem Niveau für „billiges“
Geld sorgen (die Senkung der Leitzinsen bewirkt gewöhnlich steigende
Aktienkurse).
Zu den Leitzinsen gehören Diskontsatz und Lombardsatz der
Zentralnotenbanken, die sich ebenfalls an den Vorgaben der Europäischen
Zentralnotenbank orientieren. |
| Liquidität | Als Liquidität bezeichnet man die Zahlungsfähigkeit eines Kunden oder
Unternehmens. Die Liquidität gibt an, ob ein Kunde genug Geldmittel zur
Verfügung stellen kann um seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht
nachkommen zu können. |
| Liquiditätsplanung | Ein Unternehmer oder Firmenchef muss vorausschauend planen um
sicherzustellen, dass sein Unternehmen weiterhin fristgerecht zahlungsfähig
ist. Im Rahmen der sog. „Liquiditätsplanung“ ist es also notwendig den zu
erwartenden Einnahmen die voraussichtlichen Ausgaben gegenüberzustellen.
Ziel der Liquiditätsplanung sollte sein, Ausgaben und Zahlungstermine so
festzulegen, dass kein Fremdkapital (Kredite) eingesetzt werden muss. |